COVID-19 - Wichtige Informationen zum Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung

06.07.2020

Am 1. Juli 2020 hat der Bundesrat seine Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus gelockert.

Nachstehend finden Sie die verschiedenen Auswirkungen dieser Verordnung nach Kategorie der Corona-Erwerbsersatzentschädigung.

EO - Betriebsschliessungen
Die Corona-Erwerbsersatzentschädigung für Betriebsschliessungen wird Selbständigerwerbenden, die nach Artikel 2, Absatz 3 der Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) anspruchsberechtigt sind, in jedem Fall automatisch bis zum 16. September 2020 gewährt.
Die betroffenen Selbständigerwerbenden müssen die AHV-Kasse jedoch unverzüglich informieren, wenn ihre Tätigkeit uneingeschränkt wieder aufgenommen werden kann und sie keinen Verdienstausfall mehr erleiden, wie es ihrer Mitwirkungspflicht entspricht.

EO - Härtefälle
Der Anspruch auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung für Härtefälle endet automatisch am 16. September 2020.
Die betroffenen Selbständigerwerbenden müssen die AHV-Kasse jedoch unverzüglich informieren, wenn ihre Tätigkeit uneingeschränkt wieder aufgenommen werden kann und sie keinen Verdienstausfall mehr erleiden, wie es ihrer Mitwirkungspflicht entspricht.

EO - Veranstaltung
Der Anspruch auf Entschädigungen infolge des Veranstaltungsverbotes endet automatisch am 16. September 2020.
Die betroffenen Selbständigerwerbenden müssen die AHV-Kasse jedoch unverzüglich informieren, wenn ihre Tätigkeit uneingeschränkt wieder aufgenommen werden kann und sie keinen Verdienstausfall mehr erleiden, wie es ihrer Mitwirkungspflicht entspricht.

EO - Quarantäne
Die Entschädigung für Personen in Quarantäne endet spätestens, wenn der Taggeldanspruch ausgeschöpft ist (10 Taggeld) oder bis spätestens am 16. September 2020.
Wer ab dem 6. Juli 2020 in ein Risikogebiet gemäss der COVID-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs reist und sich nach der Rückkehr in die Schweiz in Quarantäne begeben muss, hat keinen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.
Begibt sich eine Person aufgrund des Alarmes der "SwissCovid" Applikation des BAG in Quarantäne, so besteht nur dann Anspruch, wenn die Quarantäne nach weiteren Abklärungen durch einen Arzt resp. behördlich angeordnet wurde. Der Alarm allein löst keinen Anspruch aus.

EO - Kinderbetreuung
Die Zahlung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung für Kinderbetreuung wurde im Prinzip am 11. Mai 2020 eingestellt, Datum der Wiedereröffnung der Schulpflicht (Primarschule, Kindergarten, Sekundarstufe 1), vorbehaltlich von Verlängerungen insbesondere aufgrund der teilweisen Wiedereröffnung der Schulen. Am 27. Mai 2020 erklärte der Bundesrat, dass die Kinderbetreuung durch die Grosseltern wieder möglich ist. Darüber hinaus wurden die Empfehlungen bezüglich besonders gefährdeter Personen (Risikogruppe) aufgehoben. Infolgedessen erlischt der Anspruch auf EO-Kinderbetreuung, unabhängig vom Grund (z.B. Schliessung der Schule, Betreuung durch einen Dritten, der als schutzbedürftig gilt), am 5. Juni 2020. Ab dem 6. Juni 2020 ist es ausnahmsweise und je nach den Umständen weiterhin möglich, diese EO auf der Grundlage von Belegen in Anspruch zu nehmen, wenn Eltern weiterhin von der Unmöglichkeit der Betreuung ihrer Kinder durch Dritte betroffen sind (z.B. weil Betreuungseinrichtungen geschlossen bleiben). Die betroffenen Eltern müssen sich bei der AHV-Kasse anmelden und die erforderlichen Nachweise erbringen.

EO - Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung in der Veranstaltungsbranche
Seit dem 1. Juni 2020 haben sie keinen Anspruch mehr auf die Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung, obwohl der Veranstaltungsbereich weiterhin stark von der Covid-19-Krise betroffen ist. Diese Personen werden nun gleich behandelt wie die indirekt von den Massnahmen gegen das Corona-Virus betroffenen Selbständigerwerbenden. Der Anspruch besteht ab dem 1. Juni 2020, nachdem der Anspruch auf die Kurzarbeitsentschädigung per 31. Mai geendet hat und wird bis zum 16. September 2020 ausgerichtet. Die Einrichtung dieser neuen Leistung wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Den Berechtigten wird empfohlen bis Mitte Juli zu warten, bevor sie ihren Anspruch bei ihrer AHV-Ausgleichskasse anmelden.
Die betroffenen Personnen müssen die AHV-Kasse jedoch unverzüglich informieren, wenn ihre Tätigkeit uneingeschränkt wieder aufgenommen werden kann und sie keinen Verdienstausfall mehr erleiden, wie es ihrer Mitwirkungspflicht entspricht.