COVID-19 - Entschädigung für Erwerbsausfall bei Massnahmen gegen das Coronavirus

18.01.2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 Änderungen an der Covid-19-Verordnung zum Erwerbsausfall beschlossen. Vom 18. Januar 2021 bis 28. Februar 2021 haben auch besonders gefährdete Personen Anspruch auf die Entschädigung, sofern sie ihre Arbeit nicht von zu Hause aus verrichten können. 

Wer hat Anrecht auf eine Entschädigung ?

  • Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung und deren Ehepartner/Partner, die ihren Betrieb wegen kantonales- oder Bundesebene festgelegten Massnahmen schliessen müssen.
  • Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung und deren Ehepartner/Partner, die vom Veranstaltungsverbot betroffen sind oder deren Veranstaltung wegen kantonales- oder Bundesebene festgelegten Massnahmen abgesagt wurde.
  • Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung und deren Ehepartner/Partner, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus massgeblich einschränken (ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019) müssen und im Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Einkommen von mindestens 10 000 Franken erzielt haben.
    Für Ansprüche bis 18. Dezember 2020 ist ein Umsatzrückgang von 55 Prozent massgebend, ab 19. Dezember 2020 gilt die Schwelle von 40 Prozent. Wer im Monat Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 40 Prozent aber weniger als 55 Prozent vorweisen kann, hat ab 19. Dezember 2020 Anspruch auf eine Entschädigung auf dieser Grundlage. Für den Umsatzrückgang wird der ganze Monat berücksichtigt. Wer im Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 55 Prozent vorweisen kann, hat für den ganzen Kalendermonat Anspruch auf die Entschädigung.
    Wir stellen Ihnen eine Excel-Tabelle zur Verfügung, mit der Sie den prozentualen Anteil Ihres durch die Pandemie verursachten Umsatzverlustes berechnen können. Excel-Tabelle 40-55%
  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist aufgrund einer vorübergehend Schliessung der Einrichtung oder aufgrund von Quarantäne unterbrechen. Das gleiche gilt für Eltern von Jugendlichen über 12 Jahre und bis 20 Jahre mit einer Beeinträchtigung, die nicht mehr in eine Eingliederungsstätte oder eine Sonderschule gehen können.
  • Personen, die wegen einer Quarantänemassnahme aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person und sie ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen. Personen, welche positiv auf das Coronavirus getestet wurden, haben keinen Anspruch auf eine Corona Erwerbsersatzentschädigung.
  • Arbeitnehmer und Selbstständigerwerbende, die zur Kategorie der gefärdeten Personen gehören, sofern sie ihre Erwerbstätigkeit nicht von zu Hause aus ausüben können und deshalb eine Unterbrechung ihrer Beschäftigung erleiden.

Die Zulage ist subsidiär. Das heisst, wenn die berechtigte Person bereits Leistungen aus einem anderen Sozial- oder Privatversicherungssystem erhält oder wenn sie ihren Lohn weiterhin bezieht, hat sie keinen Anspruch auf diese Zulage.

Mitarbeiter, die eine Vergütung für Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen erhalten, haben keinen Anspruch auf diese Zulage.

Dauer des Anspruchs auf eine Entschädigung

Sämtliche Leistungen, die auf der Grundlage der bis zum 16. September 2020 geltenden Verordnung gewährt werden, enden automatisch an diesem Tag. Personen, die auf die unten aufgeführten Situationen zutreffen, müssen bei ihrer Ausgleichskasse einen neuen Antrag einreichen:

Selbstständigerwerbende bei Betriebsschliessung
Der Anspruch für die gesamte Dauer der Schliessung.

Veranstaltungsverbot
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Der Anspruch endet grundsätzlich, wenn die Massnahme aufgehoben wurde.

Selbständigerwerbende oder Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus massgeblich einschränken
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Der Anspruch endet grundsätzlich, wenn kein Erwerbsausfall mehr vorliegt.

Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Kinderbetreuung nicht mehr gewährleistet ist
Der Anspruch beginnt am 4. Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Dreitägige Wartezeit). Der Anspruch endet grundsätzlich, wenn eine Betreuungslösung gefunden, die Quarantänepflicht aufgehoben oder die Betreuungseinrichtung wieder geöffnet wurde

Behördlich angeordnete Quarantäne
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und er endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, sobald 10 Taggelder ausgerichtet wurden.

Arbeitnehmer und Selbstständigerwerbende, die zur Kategorie der gefärdeten Personen gehören, die ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen müssen 
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, frühestens jedoch am 18. Januar 2021. Der Anspruch endet, sobald die Erwerbstätigkeit wiederaufgenommen werden kann, spätestens jedoch am 28. Februar 2021.

Anmeldung und Merkblatt

Es ist möglich, dass das Antragsformular aufgrund sehr hoher Nachfrage (Serversättigung) nicht geöffnet werden kann. In diesem Fall versuchen Sie es bitte später noch einmal oder nutzen Sie die Version in PDF-Format.

  • Quarantäne / Entschädigung für Eltern / Betriebsunterbrechung für gefährdete Personen : Online-Version oder in PDF-Format
  • Schliessung des Betriebs / Veranstaltungsverbot / Wesentliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit : Online-Version oder in PDF-Format
    Die Entschädigung muss grundsätzlich für jeden Kalendermonat neu beantragt werden. Für den Zeitraum 17. September 2020 bis 31. Oktober 2020 reicht eine Anmeldung.
  • Merkblatt 6.13 - Corona Erwerbsersatzentschädigung für Ansprüche ab 17. September 2020 (Stand 18. Januar 2021)

Die Formulare sind per E-Mail an apg.coronavirus(at)ne.ch oder per Post bis spätestens 30. Juni 2021 zu senden.

Fragen und Antworten

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) passt die Fragen und Antworten zur Corona Erwerbsersatzentschädigung ständig an.

Kontakt

Online-Kontaktformular
Sie können das Online-Kontaktformular verwenden, um mit uns Kontakt zu nehmen.

Notfallnummern für weitere Fragen
- Montag bis Freitag von 09.00 bis 11.00 und von 14.00 bis 16.00

  • 032 889 09 95
  • 032 889 09 98

Für alle nicht dringenden Anfragen bitten wir Sie, Ihre Nachricht auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, damit wir dringende Fälle bearbeiten können.

Unter diesen aussergewöhnlichen Umständen versichern wir Ihnen, dass wir unser Bestes tun werden, um sicherzustellen, dass wir unsere Aktivitäten weiterhin zur Zufriedenheit unserer Kunden und Partner durchführen können.